EFH

AUFTRAGGEBERPrivat
Generalsanierung + Umbau
PLANUNG2008
FERTIGSTELLUNG2009
ORTPucking

Beim Haus K musste auf einen völlig verplanten Bestand reagiert werden und dieser daher einer optisch und konzeptionell rigorosen Metamorphose unterworfen werden. Aufgrund veränderter familiärer Umstände und offensichtlicher eigener Planungsfehler wollte die Bauherrschaft ihr Hauptdomizil den Umständen anpassen und Neues hinzufügen. Als primärer planerisch-konzeptioneller Schritt wurden die Wohnbereiche nach den entsprechenden Himmelsrichtungen orientiert, was in der bestehenden Version als vollkommener Missstand zu erkennen war. Die im Norden angesiedelten Funktionszonen Wohnen und Essen wurden nach Südwesten verlegt, durch großzügige, verglaste Öffnungen der Bezug zum Garten und dem bestehenden Pool hergestellt. Der Schlafbereich wurde vom Süden an die Nordostseite des Gebäudes verlegt und erhielt, ebenso wieder Wohnbereich, über eine Terrassenzone eine Verbindung zum Garten. Sämtliche Wohnbereiche des Alltags wurden im Obergeschoss angeordnet, um der Bauherrschaft eine altersgerechte Grundrisslösung zu bieten.

Durch das terrassenartig abgestufte Grundstück ergab sich im Untergeschoß die Möglichkeit des Einbaus einer Gästeunterkunft und eines Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und den dazugehörigen Sanitäreinrichtungen. Die Öffnung dieses Bereichs nach Osten erfolgt über eine großflächige Terrasse mit vorgelagertem Naturteich und Blick in die Gartenanlage. All diese Veränderungen spiegeln sich auch am äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes wider. Großflächige Verglasungen, klare geometrische Formen, ein neues Flachdach, exakt ausgeführte weiße Putzfassaden, feinste Niro-Stahlsäulen, Vor- und Rücksprünge, weit auskragende Dachvorsprünge und Terrassen geben dem Gebäude ein völlig neues, modernes Erscheinungsbild. Der Sinn der bewussten Öffnung zur Gartenanlage hin, zeigt sich im neu gestalteten Garten selbst, der das Thema Wasser aufgreift. Die Südwestterrasse mit integriertem, japanisch anmutendem Steingarten, führt über wie aus der Terrasse fließende Stufen zum sanierten Poolbereich.

Die Beibehaltung des bestehenden Natursteinsockels stellt einen optischen und haptischen Kontrast zu den sonst glatten Oberflächen dar. Selbst die mit der Poolumrandung bündige Poolabdeckung in Form eines Lärchenholzrostes fügt sich als Gestaltungselement in das Gesamtbild ein. Ist das Schwimmbecken formal dem rechten Winkel untergeordnet, so befindet sich auf Untergeschossebene der Naturteich mit seinen organischen Formen und Bepflanzungen. Die Umwälzung erfolgt in Form eines kaskadenartigen Wassergartens, der die Treppe von der Poolebene zur Teichanlage begleitet.

Baulich erweitert wurde die Außenanlage noch durch einen Carport für drei PkW`s, einen Gartengeräteraum mit Werkstatt und diversen Einfriedungen, die vor allem im Eingangsbereich ein vollständig neues Bild und Ankommen ermöglichen. Eine Schwellenzone leitet zur parallel zur Hausfassade angelegten Treppe hin zum Eingangsportal.