WETTBEWERBE

AUFTRAGGEBERDie Siedlung, Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgen. Amstetten - 66 Wohnungen, 6 Bauabschnitte
1.Preis, Geladener Architekturwettbewerb 2012
PLANUNG1. Bauabschnitt 2013 - 3. Bauabschnitt 2020
FERTIGSTELLUNG1. Bauabschnitt 2014 - 3. Bauabschnitt 2021
ORTGresten

Das Grundstück liegt südlich des Mühlbachs am Rande der Bebauung des Ortes. Die Erschließung erfolgt über die Kinderdorfstraße im Nordwesten.

Unsere vorgeschlagene Bebauung sieht sechs Punkthäuser mit insgesamt 66 Wohneinheiten vor. Es sind dreigeschossige Punkthäuser mit innen liegender Erschließung. Sämtliche Wohnungen sind Eckwohnungen, also nach zwei Außenseiten orientiert und verfügen über einspringende Eckbalkone. Die Anordnung der Baukörper folgt der Geometrie des Grundstücks und gewährleistet optimale Licht- und Sonneneinstrahlung. Es entstehen dabei großzügige Grünräume. In jede Himmelsrichtung gibt es schöne Ausblicke und das teilweise Versetzen der Baukörper ermöglicht den Bewohnern diese auch wahrzunehmen. Für die Parkierung haben wir ein sehr wirtschaftliches und rationelles, durch Baum-pflanzungen aufgelockertes System mittels zweier Wohnstraßen gewählt. In die Parkierungszonen ist jeweils ein Müllraum integriert. Die Geländekante im Norden ermöglicht eine sinnvolle Trennung der Grün- und Wohnräume zu den Parkierungsflächen. Jeder Baukörper ist von der Parkierungszone mit einem direkten Zugang zu den zentralen Stiegenhäusern mit optionalem Lift erschlossen. Direkt im Eingangsbereich befinden sich der Fahrrad- und Kinderwagenabstellraum. Die innenliegenden Stiegenhäuser sind über ein Oberlicht in der Dachebene belichtet. Durch die Ausbildung eines großzügigen Treppenauges erreicht das Licht auch die unterste Ebene und lässt, zusammen mit der großzügig verglasten Eingangszone, den Zugang hell und freundlich erscheinen. Jeder Wohnung ist ein Freibereich bzw. Balkon zugeordnet. Der Bereich östlich des Gerinnes wird als Spiel-, Freizeit- und Erholungsfläche genutzt. Die streng kubischen und kompakten Baukörper werden durch die farblich unterschiedlich gestalteten „Fensterbänder“, den einspringenden Eckbalkonen und den überdeckten Eingangsbereichen gegliedert. Die großteils offene Parkierung erfolgt entlang der Landesstrasse am tiefsten Punkt des Grundstückes. Im ersten Bauabschnitt erreicht man durch Überdeckung des nördlichen Parkstreifens eine Terrassenzone für die Erdgeschoßwohnungen. Die Zufahrt zum Parkplatz entspricht dem Wunsch des Auslobers und die Verkehrsinsel kann belassen werden. Jeder Baukörper ist von der Parkierungsebene mit einem direkten Zugang zu den zentralen Stiegenhäusern mit Lift erschlossen. Entlang dieses Zugangsbereiches befinden sich die Fahrradabstellräume und die Technikzentrale mit entsprechendem Lagerraum welcher dem gewünschten Heizsystem angepasst werden kann. Im zweiten Bauabschnitt ist nur eine Übergabestation vorgesehen.

Die Stiegenhäuser sind über ein Oberlicht in der Dachebene belichtet. Durch die Ausbildung eines großzügigen Stiegenauges erreicht das Licht auch die unterste Ebene und lässt den Zugang hell und freundlich erscheinen. Über eine Freitreppe zwischen den beiden Baukörpern erreicht man die nordseitig gelegene Erschließungsachse der Erdgeschosswohnungen welche die zentralen Stiegenhäuser und einen Spielhof tangiert. Nordseitig in den Hang gebaut befinden sich Nebenräume wie Kellerabteile, Waschküche, Trockenraum bzw. auch Gemeinschaftsräume für Spiel und Sport welche sich zu gedeckten Bereichen öffnen. Die sehr strengen kubischen Baukörper haben eine umlaufende Terrassen- bzw. Loggienzone welche mit Schiebeläden in der Außenkontur ausgestattet sind. Diese dienen sowohl dem Sonnenschutz als auch zur Schaffung intimer Loggienbereiche. Durch die unterschiedlichen individuellen Positionierungen wird der schlichte Baukörper sehr lebendig erscheinen.

ANMERKUNG

Mit dem Wunsch des Auslobers nach offener Parkierung und einer Wohnnutzfläche von max. 2800 m² erreicht man eine sehr hohe Dichte für diese ländliche Region. Die Dichte entspricht einer städtischen Situation. Das vorliegende Projekt erfüllt die wirtschaftlichen Wünsche des Auslobers. Das durch den Lift zusätzlich machbare Geschoss ermöglicht großzügige Abstände zwischen den Baukörpern und lässt die Bebauung dadurch lockerer erscheinen. Eine mögliche Regulierung zwischen dem wirtschaftlichen Wunsch des Auslobers und dem für die Region verträglichen Bebauungsgrad könnte auf einfache Weise erzielt werden indem das oberste Geschoß straßenseitig etwas zurückgesetzt wird.